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Milchproduktion

Die Kuh im Melkstand, zeitsparendes hygienisches und tiergerechtes Melken

Dieses Modul wurde auf Wunsch der Betriebe in Weiterführung des Themas 5 in den Ausbildungsplan aufgenommen. Während im Thema 5 die Technik im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist es im Thema 23 die Biologie des Tieres und ein dieser gerecht werdender Milchentzug, der den inhaltlichen Schwerpunkt bildet. Das optimale Zusammenwirken zwischen der physiologischen Regulation der Milchabgabe bei der Kuh, den Einstellungen der Melkanlage und einer guten Melkroutine gewährleisten eine schonende und vollständige Euterentleerung bei gleichzeitiger Erhaltung der Eutergesundheit.

Stoffwechselstörungen - Hauptursache für Erkrankungen der Milchkuh

Der Begriff Stoffwechsel bezeichnet die im Organismus ablaufenden chemischen Reaktionen; sie führen zum Aufbau körpereigener Substanz aus von der Umwelt aufgenommenen Stoffen (Nahrungsaufnahme, Atmung), ferner zum Umbau dieser Substanz in verschiedene körpereigene Stoffe, schließlich auch zum fortwährenden Abbau körpereigener Stoffe zum Zweck der Energiegewinnung. Kurz: Ohne Stoffwechsel kein Leben.

Tierbeobachtung durch den Pfleger - wichtige Maßnahme des Controlling

Die exakte Beobachtung der Tiere durch das Stallpersonal (Fütterer, Melker, Besamer, Anlagenleiter) ist eine der wirkungsvollsten Methoden des Herden-Controllings. Entscheidend für die Beurteilung der Beobachtungen ist die Kenntnis des Normalverhaltens der Tiere. In diesem Ausbildungsthema werden die Teilnehmer zunächst mit dem Normalverhalten von Rindern vertraut gemacht. Anschließend werden verschiedene Methoden zur Quantifizierung der subjektiven Tierbeobachtungsergebnisse vorgestellt und diskutiert:

- Körperbewertungsindex (Body Condition Score),

Besonderheiten des Arbeitsschutzes in der Milchproduktion

Obwohl im Laufe der Zeit erhebliche Veränderungen in der Haltungsform und der verwendeten Technik in die tierhaltenden Betriebe Einzug gehalten haben, führt der Kontakt mit den Tieren immer wieder zu gefährlichen Situationen, bei denen Menschen verletzt werden. Etwa jeder achte Unfall in der Landwirtschaft geschieht beim direkten Kontakt mit den Tieren. Viele der Unfälle sind hinsichtlich ihrer Folgen schwer oder enden gar tödlich.

Ordnungsgemäße Weideführung und Weidehaltung in der modernen Michkuhfütterung

Reproduktions- und Futterkosten sind die beiden Hauptkostenfaktoren der heutigen Milcherzeugung. Gerade unter dem Aspekt der geringen Milcherlöse hat die Frage der Intensität der Intensivierung, d.h. der Höhe der Milchleistung je Kuh eine große Bedeutung. Überlegungen zur Begrenzung der Milchleistung unter dem Aspekt der Verbesserung der Tiergesundheit und der Nutzungsdauer werden in vielen Milchviehbetrieben diskutiert. Unter diesen Aspekten erfährt Weidehaltung als relativ kostengünstiges und die Tiergesundheit beförderndes Verfahren eine Renaissance.

Anlagen-, Tier- und Betriebshygiene in der Milchproduktion

Ein umfassendes Hygienemanagement in der Milchviehhaltung erfordert nicht nur die Berücksichtigung der Hygiene beim unmittelbaren Melkprozess. Es umfasst vielmehr alle Bereiche der Milchproduktion und Organisation also die Betriebshygiene. Insbesondere aber die Stall-(Anlagen)Hygiene und die Tierhygiene.

Die Arbeiten zur Erhaltung der Euterhygiene fangen nicht erst im Melkstand an. Die Lieferung qualitativ hochwertiger Milch ist das Ergebnis des Zusammenspiels von Stallhygiene, Fütterungshygiene, Personalhygiene und Melkhygiene.

Hygieneplan für die Milcherzeugung

Hygiene im Melkstand lässt sich in Arbeiten unterteilen, die vor dem Milchentzug und in solche, die nach dem Melken stattfinden. Ziel der Hygienemaßnahmen ist es die Übertragung von pathogenen Keimen von einem Euter auf das der nächsten Kuh während des Melkens zu verhindern und das Euter nicht unnötigen mechanischen Belastungen auszusetzen. Dabei werden folgende Schwerpunkte des Milchhygieneplanes diskutiert und fachlich begründet:

Sinnvolle Hygienemaßnahmen im Melkbereich

Die wachsende Größe der Milchviehherden, die steigende Leistung der Einzelkuh und der hohe arbeitswirtschaftliche Druck verlangen, die tägliche Routine im Milchviehstall so zu gestaltet, dass mit geringem Aufwand Eutergesundheit und gute Milchqualität gesichert werden. Dabei zieht sich die Einhaltung der Hygiene wie ein roter Faden durch alle Tätigkeiten. Hygienemaßnahmen haben die Aufgabe, schädigende Umweltfaktoren auszuschalten und nützliche so zu fördern, dass die Gesundheit der Kuh und damit die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt.

Milchblockade - was tun, wenn die Milch nicht fließt?

Milchejektionsstörungen treten relativ häufig auf bei erstlaktierenden Kühen unmittelbar nach der Geburt, verschwinden dann aber in vielen Fällen etwa 10 Tage später. Auch bei Veränderungen der Melkroutine oder bei der Umstellung des Haltungssystems (Anbindestall – Laufstall etc.) treten vorübergehend solche Störungen auf. Alle in der Praxis bekannten Milchejektionsstörungen beruhen auf einer reduzierten oder völlig fehlenden Freisetzung von Oxytocin aus der Neurohypophyse. Stresssituationen, die man als Ursache für die Störungen annehmen könnte, sind vielfach nicht offensichtlich.

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